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Montag, August 19, 2013

Kai Meyer - Asche und Phönix

Quelle: www.amazon.de



Verlag:            Carlsen
Format:          Hardcover mit Schutzumschlag, eBook, Hörbuch
Erschienen:   27. Dezember 2012
Umfang:          460 Seiten (gedruckt), 354 Seiten eBook, 
                            658 Minuten

Leseprobe:    *klick*

 






Inhalt:  
Quelle: www.amazon.de
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt. 
(Quelle: Amazon)


Meine Meinung:
Wirklich überrascht hat mich die Vielschichtigkeit der Charaktere, ob nun Parker, Ash selbst Epiphany und Lucien und natürlich Libatique.

Ash (Ashley) ist für mich der beste Charakter in diesem Buch. Mit einem Vater in Gefängnis und einer Mutter die sie nicht will, weil sie eine neue Familie gründen wollte, hatte sie nicht die besten Voraussetzungen für ihr Leben. In dieser Hinsicht ist das erste Zusammentreffen mit ihr auch nicht weiter verwunderlich - als Dieb in der Suite von Parker Cale. Doch bald stelt man fest, das dies nur ein Mittel zum Überleben für sie ist. Sie hat regelrecht Angst davor das man sie sehen könnte. Das sie einen Eindruck bei den Menschen hinterlassen könnte, die sie trifft. Und doch sehnt sie sich innerlich sogar heimlich danach, was durch ihre Polaroids die sie überall verteilt, zeigt - meiner Meinung nach. Und bald wird sie nicht nur gesehen, sondern auch gemocht. Sie findet Freunde, einen Freund und erkennt, das man auf Dauer nicht unsichtbar sein kann, wenn man glücklich sein will. Außerdem ist sie soetwas wie Parkers Gewissen und sein Schutzengel.

Parker hat das gegenteilige "Problem". Jeder glaubt ihn zu kennen. Als Kind aus reichem Hause scheint er alles zu haben. Doch er hat nur was sein Vater will was er hat. Parker möchte kein Filmstar sein, nicht immer und überall erkannt werden. Er möchte sein Leben. Doch sein Vater braucht den Ruhm den Parker erfährt. Warum müssen er und Ash auf erschreckende Weise erfahren. Dabei ist Ash immer wieder diejenige, die ihn rettet und das auf vielfältigste Weise.

Royden Cale ist Parkers Vater. Selbst war er früher ein bekannter Künstler, der inzwischen ein riesiges Firmenimperium aus Filmstudios, Fernsehsendern, Verlagen und der gleichen sein eigen nennt. Die Karriere seines Sohnes hat er mittels eines Ghostwriters Parker auf den Leib geschneidert. Doch sein Erfolg beruht auf einem dunklen Pakt. Für diesen Pakt hat er viel geopfert, vor allem seine Menschlichkeit, auch wenn er noch ein Mensch ist. 

Lucien ist ein Nebendarsteller in den GLAMOUR-Filmen. Und was am wichtigsten ist: Er ist ein Freund Parkers. Und davon hat er nicht viele.  Er ist ein Künstler-Typ. Sehr sympatisch und humorvoll, aber vor allem sehr verlässlich. So jemand braucht jeder in seinem Leben.

Libatique verkörpert hier das böse, doch eigentlich ist er der tragischste Charakter in der Geschichte. Er möchte selbst ein Künstler sein und lebt von Ruhm deren, mit denen er einen Pakt geschlossen hat. Doch der Ruhm ernährt ihn nur. Er träumt von mehr und ist dabei genauso maßlos wie die Menschen, die sich auf ihn einlassen.


Für mich ging es in diesem Buch um Gier, unendlich Gier nach mehr von allem. Der Gier nach Ruhm, nach Erfolg und auch der Gier nach Leben. Der Mensch ist leicht zu verführen, doch nicht jeder ist bereit alles dafür zu tun. Royden ist ein Mensch der alles für den Erfolg tut und nie ist es genug. Selbst sein Sohn wird zu seinem Instrument für noch mehr Erfolg. Doch als Parker diesen Erfolg nicht will und daher mit seinem Vater bricht, um nicht mehr nur ein Werkzeug in den Händen seines Erfolgs zu sein, steht sein Vater vor den Ruinen seiner Macht und muss sich seinen Konsequenzen stellen. Doch statt dessen, versucht er seinen Sohn  als Pfand an zu bieten.

Die Geschichte fing ganz spannend und interessant an. Am Anfang als die Wirklichkeit sich mit den Mythen langsam vermisst. Doch schon im Teil nimmt der mythischen Teil die Überhand, was auch zu Lasten der Geschichte ging. Die Geschichte wird vorhersehbar und fängt an konstruiert zu wirken. Sie verliert irgendwie ihren natürlichen Lauf. Die Technik ist da, doch irgendwo scheint das Herz der Geschichte auf der Strecke geblieben zu sein.  Die Geschichte zwischen Ash und Parker bleibt zwar nett, doch die eigentliche Story fällt stark ab. Auch bleiben für mich einige Fragen, der Geschichte unbeantwortet. Mir fehlt hier einfach noch Einiges. 


Nach anfänglich guter Unterhaltung, hat mich das Buch etwas zerrissen hinter lassen und mit vielen offenen Fragen.

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